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kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089
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kälbchen | Blogs | Unterhalt , Pflege von Straßenbegleitgrüne und Feldrandgehölze


Artikel Hallo liebe Aie User

Im Zuge meiner Ausbildung zum Gartenbau Techniker an der Staatschule für Landwirtschaft und Gartenbau Hohenheim, durfte ich eine Techniker Arbeit erstellen.
Dabei habe ich mich mit dem Thema der Pflege und dem Unterhalt von Straßenbegleitgrüne und Feldrandgehölze befasst.
Über einige dieser Erkenntnisse aus meiner über 76 Seiten umfassenden Arbeiten will ich hier berichten ohne dabei euch mit solch einer enormen Seitenzahl zu belästigen.
Vorneweg ein Wort zu meinen Bilderquellen :
Ich bin äußerst Froh das ich hier auf Aie bei dem Bildmaterial für meine TA und meinen Blog hier , kompetente Hilfe von unseren Usern Pirkracher , Green Fighter , Spargel und KE Agrarvideo erhalten haben.
An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an alle User Kollegen die mir ihr Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben.

Das Problem : Landmaschinen Vs Feldrandgehölze – muss das sein ?

Ja vielerorts sieht es an deutschen Feldrändern so aus. Ich glaube kaum, dass ich noch betonen muss, das dieser Pflegezustand des Feldrandgehölzes nicht gerade schonend ist für die Beteiligten Maschinen und Menschen.
Solch ein Pflegezustand bringt viele Kollegen auf die Barrikaden. Meist bleibt es nicht nur bei kleineren Blech oder Spiegel Blessuren ……………….

Die Folgen : Schäden für Mensch und Maschine.

Sondern es kommt zu massiven Schäden an Mensch und Maschine wie hier zu sehen am Roder unserer Rübenabfuhrgemeinschaft TGÜ. Hier hatte sich der Roder mit einer Massiven Weide angelegt. Die Folge : Ein Schaden der in die zehntausenden ging , und ein mehrtägiger Ausfall des Roders zur Haupterntezeit. Aber nicht immer bleibt es bei „ Blechschäden“ ……………..

Bei Straßenbegleitgrünen die an Feldausfahrten grenzen, können durch die fehlende Übersicht sehr gefährliche Situationen entstehen. Hier habe ich anhand eines kombinierten Rad und Feldweg in unserer Gemarkung einmal solch eine Situation nachgestellt. Zu erkennen ist, wie weit sich der Traktorfahrer gerade mit einem Frontanbaugerät sich in die Kreuzung hinein tasten muss bevor er einen Überblick auf beide Verkehrsrichtung zu bekommen.
Nun die Folgen daraus können sehr drastisch sein, Verkehrsunfälle mit Verletzten oder sogar Toten.
Dabei stellt sich die Frage ob die heutigen Pflegemöglichkeiten und Einsatzplanungen überhaupt noch den heutigen Maschinendimensionen entsprechen. Wissen die Kommunen und Behörden den überhaupt mit welchen Dimensionen die heutige Landwirtschaft arbeitet?

-Die Ursache : Planung und Realität stimmen nicht mehr überein.

Mal ein kleiner Größenvergleich: Rechts der Dominator 85 mit einer Bauhöhe von 4 Metern und maximal Schneidwerksbreite von 5 Metern und Links der neue Lexion 780 mit einer Bauhöhe von 6,2 Metern. Die Schneidwerksbreite beträgt maximal 12 Meter.
Es gibt also einen gewaltigen Größenunterschied zwischen den Maschinen von anno 1980 und den heutigen Maschinen.
Leider gehen die meisten Gemeinden und Ämter bei der Planung und Gestaltung ihrer Grünpflegemaßnahmen genau von den Maßen anno 1980 aus. Nun ist klar dass es damit in Zukunft nur Probleme geben kann.
Aber das ist noch lange kein Grund , den Feldknick zu verfluchen.

Aber Einspruch ! Wir Landwirte und die Bevölkerung benötigen die Feldrandgehölze und Straßenbegleitgrüne!

Was für eine Aufgabe hat eine Feldhecke oder Straßenbegleitgrüne überhaupt
Zum einen sind Feldrandgehölze Landschaftsprägende Elemente der Kulturlandschaft zum anderen sollten diese Elemente als Einfriedung und Grenzmarkierung dienen.
Aber einer der Hauptgründe für die Feldrand und Straßenbegleitgrüngehölze ist der Schutz gegen äolische Erosion das heißt der Bodenabtrag durch Winderosion. Dieser Windschutz ist heute wichtiger denn je.
Wie in der Vergangenheit eine schwere Unfallserie auf der A 24 gezeigt hat, sind diese Windschutzeigenschaften auch bei Straßenbegleitgrünen ein sehr wichtiger Punkt.
Im Frühjahr 2011 wurde der Sandboden umliegender Felder der Autobahn bei einem Sturm auf die A 24 geweht, so dass den Autofahrern die Sicht gänzlich genommen wurde. Die Folge war einer der schwersten Verkehrsunfälle in der Deutschen Geschichte. Als Ursache für diesen Unfall wurde unter anderem das Fehlen des Straßenbegleitgrünes entlang der Strecke identifiziert. Wäre eine Hecke entlang der Strecke gepflanzt worden dann hätte diese Wohl den feinen Sandstaub abgefangen. Aber im Zuge des Flächen und Strukturwandels in dieser Region fielen viele Feldhecken zu Opfer.
In Holland auf den Polderflächen muss wegen der fehlenden Feldrandgehölze bei bestimmten Kulturen ein spezielles Zellulosegemisch auf die Felder ausgebracht werden um Winderosion zu verhindern. Besonders stark von diesem Problem sind Kulturen wie Zwiebeln und Kartoffeln betroffen. Auch diese Kulturen sind sehr stark in unserer Gemarkung vertreten.
Auch beim Pflanzenschutz oder der Düngerausbringung kann dieser Windschutz Abdriftungen verhindern, dies ist besonders Interessant und wichtig bei empfindlichen Kulturen bei denen es Unverträglichkeiten für bestimmte Mittel wie zum Beispiel Herbizide gibt.
Da ist es Hilfreich wenn die Feldhecke den Wind –zumindest – bremst und ihm damit die Geschwindigkeit und Energie nimmt.
Die Tatsache des Windschutz gepaart mit einer Ertragsteigerung von 5 bis 20% hat der Kreis Bauernverband des Landkreises Plön in eigenen Versuchen nachgewiesen. Die an dem Versuch beteiligten Landwirtschaftlichen Betriebe konnten die oben genannte Ertragssteigerung in einen Abstand von maximal 400 Metern noch feststellen.
Aber auch als Lebensraum für ungefähr 7000 verschiedene Tierarten sind die Feldhecke und das Straßenbegleitgrün sehr wichtig. Darunter sind sehr viele Singvogelarten vertreten. Sie bietet den Vögeln Nistmöglichkeiten und Nistmaterial.
In der Vergangenheit wurde die Feldhecke oder der Knick als Lieferant für Brennholz genutzt, ein Punkt der in der heutigen Zeit immer Wichtiger wird vor dem Hintergrund der Steigenden Energiepreise. Und gegenüber unseren Vorfahren die das Ganze von Hand zu Brennholz aufarbeiten mussten, können wir uns heute moderner technischer Hilfsmittel bedienen.
Dazu später mehr in diesem Blog.

Arbeitsverfahren zur Feldrand und Straßenbegleitgrünpflege im Überblick.

Die Waldheckenschere.


Die Waldheckenschere bietet den Vorteil eines optisch sehr ansprechenden Arbeitsbildes verbunden mit einer hohen Streckenleistung. Begrenzend beim Einsatz ist der Maximale Holzdurchmesser von maximal 15cm und die relativ geringe Arbeitsgeschwindigkeit von maximal 2 Km/h. Dagegen ist die Heckenschere relativ verschleißarm und Wartungsfreundlich. Sie benötigt nur eine Regelmäßige Schmierung der Schneide und auch die Scherenmesser können im Bedarfsfall einfach mit einen Winkelschleifer nachgeschliffen werden.
Auch Fremdkörper wie Drahtzäune, Metallpfosten oder Betonmasten können der Heckenschere relativ wenig anhaben.
Optimaler Weise bietet sich die Befestigung und der Einsatz an einem Auslegermäher oder Frontladerschlepper je nach Einsatzgebiet wobei mit einem Ausleger viel weitere Arbeitsweiten und Bereiche erreicht werden können als mit dem Frontlader.
In Verbindung mit einem Forstmulcher zur Astgutzerkleinerung liegt der Pflegepreis pro laufendem Meter Feldhecke bei etwa 1,40¤.

Die Lichtraumprofilsäge.

Die Lichtraumprofilsäge, sie empfiehlt sich wenn größer Aststärken als etwa 15 cm bearbeitet werden sollen. Des Weiteren hat die Kreissäge eine höhere mögliche Fahrgeschwindigkeit als die Heckenschere. Hier können durchaus Fahrgeschwindigkeiten bis zu 8 km/h erzielt werden.
Nachteil der Kreissäge sind die höheren Kosten für die Verschleißteile sprich die Kreissägenblätter sie sind sehr empfindlich gegenüber Fremdkörpern und sie können meist nicht selbständig geschärft und neu verschränkt werden.
Optimaler Weise bietet sich die Befestigung und der Einsatz an einem Auslegermäher oder Frontladerschlepper je nach Einsatzgebiet wobei mit einem Ausleger viel weitere Arbeitsweiten und Bereiche erreicht werden können als mit dem Frontlader.
Ähnlich wie bei der Waldheckenschere lassen sich je nach Auslegergröße, Reichweiten bis zu 10 Metern erreichen. Auch die Kostensituation ist gleich zur Waldheckenschere.

Aber die Kreissäge hat ein Problem: Sie neigt dazu das Holz zu splittern wie in diesem Bild zu erkennen.
Diese Absplitterungen können aber die Bäume und Sträucher ernsthaft schädigen und bieten eine Eintrittspforte für Pilze sowie andere Krankheiten.
Je nach Kompetenz des Maschinenführers kann bei der Kreissäge zwar mittels zweifachen einsägen (einmal unten, einmal Oben ) entgegen gewirkt werden aber meist unterbleibt dies, durch die relativ hohe Arbeitsgeschwindigkeit und dem dadurch resultierenden Zeitverlust.
Aber auch geringe Astdurchmesser unter 5cm machen der Kreissäge zu schaffen, sie kann diese Äste aufgrund des fehlenden Eigens Widerstand nicht sauber abschneiden. Die Schnittstellen franzen so leicht aus- auch wieder eine Eintrittpforte für Schädlinge und Krankheiten.
Des Weiteren können bei der Kreissäge unkontrolliert Holzsplitter wegfliegen. Diese Tatsache kann enorme Schäden am Einsatzfahrzeug und unbeteiligten Hervorrufen.
Daher empfiehlt sich der Einsatz der Fräse nur Fernab von viel Frequentierten Wegen und Straßen.

Gemeinsamer Nachteil der Waldheckenschere Lichtraumprofilsäge gegenüber der Öffentlichkeit

Gerade die Bürger und die Vertreter des Umweltschutzes kritisieren –teils zu recht! - die relativ unansehnliche Arbeitsergebnisse der beiden Arbeitsverfahren.
Hier kommt dann oft der Begriff der Rasenmäher Optik auf. Sicherlich es kann von den Behörden , Kommunen, Landwirten und Lohnunternehmern nicht erwartet werden ein Arbeitsergebnis zu erreichen wie ein schön gepflegter Parkgarten. Alleine durch den Schieren Umfang der Feldrandgehölze und die begrenzten Ressourcen bei Personal und Kapital ist dies ein Ding der Unmöglichkeit.
Trotzdem können wir Landwirte und Lohnunternehmer uns in Zukunft aber nicht vor neuen Verfahrensweisen zur Feldrandgehölz und Straßenbegleitgrünpflege versperren.
Auch gilt es in Zukunft den Gehölzen eine Möglichkeit zu bieten in Zukunft sich selbst wieder zu verjüngen und ein Vergreisen und absterben zu verhindern.
Dazu habe ich zwei andere Verfahrensweisen aus meinem Betrieb untersucht und mit den alten Verfahrensweisen verglichen.

Die neuen Verfahrensweisen

Baumpflege mittels Frontlader Arbeitsbühne


Für Straßenbegleitgrün und Feldrandgehölze mit sehr hohen Baumanteilen oder einfachen Baumreihen setzen wir in unseren Betrieb eine Frontlader Arbeitsbühne mit Erhöhung ein. Damit ist eine einfache Arbeitshöhe von bis zu 7,2 Metern erreicht werden. Mittels entsprechender Stangen oder Teleskopsägen kann ein Arbeitsradius von bis zu 12 Metern ab Schleppermitte erreicht werden.
Alleine durch die Tatsache des gesteigerten Arbeitsradius von 12 Metern ist die Frontlader Bühne schon der Heckenschere und der Lichtraumprofilsäge überlegen.
Noch eine kleine Anmerkung zu den hier jetzt genannten Maßen: Wir haben diese Daten mit einem 309 Vario und einen 3s Frontlader von Fendt ermittelt. Entsprechend größer dimensionierte Frontlader Schlepper oder gar Teleskoplader können weitaus besser Werte erreichen als unser Frontlader Schlepper.
Da wir mit der Bühne einen gezielten und fachgerechten Gehölz Erziehungsschnitt erreichen können, liegen die Standzeiten dieser Pflegemaßnahme mindestens doppelt so hoch, wie bei der LRP Säge und der Heckenschere.
Somit relativieren sich die Einsatzkosten für diese Maßnahme von etwa 2,60¤ pro laufenden Meter Gehölz.
Wird dann noch das anfallende Schnittgut energetisch Sinnvoll als Brennholz oder Hackschnitzel verwertet, sinkt dieser Preis noch weiter.
Nun haben wir eine effektive und Umweltschonende Möglichkeit zum Gehölzschnitt kennen gelernt.
Was aber tun , wenn es darum geht ein Gehölze drastisch zu verjüngen und es damit zu erhalten ?
Hier bietet sich eine weitere Verfahrensweise unseres Betriebes an.

Hecken auf Stock setzen oder auch Heckenknicken genannt.


Auf diese Verfahrensweisen sind wir gekommen, als uns Anfragen unserer Kunden erreicht haben, die eine Räumung und Freimachung von Sichtdreiecken wünschten. Dabei haben wir die Hecken einfach auf den Stock zurück geschnitten sprich in 50 cm Höhe über dem Boden mit der Motorsäge motormanuell gefällt.
Zum Handling und der Verladung der Äste bietet sich optimaler Weise ein Polterzange mit einem Hydraulikgreifer an.
Nun viele Bürger und Naturschützer haben zunächst einmal ernsthafte Bedenken gegen solch eine drastische Vorgehensweise. Natürlich habe ich mich im Zuge meiner TA damit befasst und dazu einen alten Auftrag analysiert.

Analyse Radweg L 3094 Wallerstädten Richtung Groß Gerau

Diese Forsythienhecke wurde von uns am 10. November 2012 auf den Stock gesetzt.
Sie hatte mit einer Gesamthöhe von über 5 Metern die Sicht auf den neben ihr verlaufenden Radweg versperrt. Knapp 1,5 Jahre später habe ich diese Hecke dann wieder Besucht.

Pflegezustand am 15. 03.2014. Erstaunlich wie gut sich die Hecke nach dieser drastischen Verjüngung entwickelt hat! Somit ist der Erhalt der Hecke in Zukunft durch die Verjüngungsmaßname gesichert. Auch stellt die Hecke mit einer aktuellen Höhe von 1,8 Meter keine Sichtbehinderung mehr da.
Insgesamt kann mit dem Heckenknicken eine 4 mal so hohe Standzeit gegenüber der Waldheckenschere und der LRP Säge erreicht werden und somit relativieren sich auch hier wieder die zunächst einmal enorm erscheinenden Kosten für diese Maßnahme von circa 4,80¤ pro laufenden Meter.
Allerdings sollten beim Knicken niemals eine Hecke komplett auf den Stock gesetzt werden. Somit würden den tierischen Bewohnern des Feldrand und Straßenbegleitgrüngehölzes ihr Kompletter Lebensraum für das erste auf einen Schlag entzogen werden. Ich empfehle nun eine maximale Räumungslänge von etwa 100 Metern und Jahr.
Wird dann noch das anfallende Schnittgut zu Hackschnitzeln oder Brennholz verwertet so sinken die Kosten hierbei auch noch weiter.
Stichwort Schnittgutverwertung. Heute bei den aktuellen Energiepreisen macht es überhaupt keinen Sinn, Abfallholz wie Müll zu entsorgen.
Ökonomisch und Ökologische Verwertung des Schnittgutes

So wie hier bei unseren Probelauf zur Pflegesaison 2014 sollte es heute nicht mehr laufen. Die beim Häckseln entstehenden Hackschnitzel sind energetisch viel zu wertvoll als dass sie Einfach in die Pampa geblasen zu werden oder gar einfach unaufbereitet Irgendwo in Irgendwelchen Ecken verrotten zu lassen.
Deshalb hat unser Betrieb sich dazu entschlossen, zur Frontladerbühne einen Asthäcksler zur Schnittgutaufbereitung anzuschaffen.
Heute lassen sich je nach Qualität der Hackschnitzel etwa 15-25¤ je m³ Hackschnitzel erlösen. Dieser Erlös deckt nicht nur die Mehrkosten für den Betrieb des Asthäckslers und der Transport und Lieferkette , nein er senkt sogar die Kosten für die Schnittmaßnahme je nach Umfang um Menge der anfallenden Schnittgüter um 15 bis hinauf auf 530¤ pro Maßnahme senken.
Der Lohnunternehmer bietet dabei eine effiziente Möglichkeit zur Schnittgutverwertung mit der entsprechenden Maschinenkette.

Gerade wenn beim Heckenknicken zig hundert Kubikmeter Schnittgut anfallen macht es Sinn auf die Großraumhacker der forstwirtschaftlichen Lohnunternehmer zurück zu greifen. Sie können mit ihren Hackern Stammstärken von etwa 80cm bearbeiten und dabei Durchsatzleistungen von weit über 400m³ Rohmasse pro Stunde erreichen. Weit aus mehr als wir mit unseren Asthäcksler erreichen können.
Aber die Lohnunternehmer benötigen bei den oben genannten Arbeitsleistungen dementsprechende Schnittgutmengen. Daher sollte das Schnittgut gesammelt und auf Mieten gesetzt werden um es zum einen etwas abtrocknen zu lassen und entsprechend rationelle Leistungen erzielen zu können.
Beim Sammeln, Transportieren und Bunkern des Schnittgutes darauf zu achten das Verschmutzungen mit Erde und Steinen vermieden werden. Sonst muss mit einem erhöhten Verschleiß des Häckslers und einer abnehmenden Hackgut Qualität gerechnet werden.
Die Kosten für den Einsatz eines Großraum Hacker liegen bei etwa 250¤ pro geleisteter Einsatzstunde.
Zum Schluss noch ein Wort zur Schnittgutverwertung beim Einsatz der Waldheckenschere und der LRP Säge :
Das bei diesen Verfahren zwangsläufig durch die begrenzte Arbeitsbreite der Schnittgeräte von etwa 2 Metern gepaart mit der Tatsache das bei einer Lichtraumprofilhöhe von im Optimalfall 6 Metern drei Überfahrten notwendig sind , wird das Schnittgut mehrfach überrollt und in den Dreck gedrückt.
Dieses enorm mit Erde versetztes Schnittmaterial lässt sich nicht mehr mit dem Holzhacker zerkleinern sonder würde dessen Schneiorgane binnen kürzester Zeit abstumpfen lassen.

Ein Fazit zur Feldrand und Straßenbegleitgrünpflege

Zunächst einmal vielen dank für eure Aufmerksamkeit. Nach 12 Seiten wird es nun Zeit ein Fazit zu ziehen.
Zunächst einmal bleibt fest zu stellen das bei der Feldrandgehölz und Straßenbegleitgrünpflege die Heckenschere und die Lichtraumprofilsäge nicht mehr das non plus ultra darstellen. Auch gegenüber der Öffentlichkeit muss ein besser Ansprechendes Arbeitsergebnis in Zukunft erzielt werden.
Daher haben wir uns mit zwei anderen Verfahrensweisen angeschaut und analysiert. Wie nicht anders zu erwarten, konnten diese Verfahrensweisen bei den Kosten nicht mit der Heckenschere und Säge mithalten.
Dafür erreichen die beiden neuen Verfahrensweisen eine weitaus höhere Standzeit als die alten Verfahrensweisen.
Auch kann beim Hecken Knicken die Lebenserwartung der Gehölze durch die Verjüngung gesteigert werden. Nebenbei lässt sich dann auch noch Energieholz gewinnen.
Des Weiteren sollten die Gemeinden, Ämter und Kommunen in Zukunft mehr Rücksicht bei der Planung der Neuanlage sowie der Pflege dieser Gehölze mehr Rücksicht und Verständnis auf die heutigen Maschinendimensionen genommen werden. Ein einfaches Lichtraumprofil von 4,5 Metern reicht bei weitem nicht mehr aus.
In der Summe können Somit allen heutigen Bedürfnissen der Gehölzpflege sorge getragen werden.

Für Fragen und Antworten stehe ich euch wie immer gerne zur Verfügung. Nochmals an dieser Stelle einen Herzlichen Dank an unsere Aie Usern Pirkacher , Green Fighter ,Spargel und KE Agrarvideo für die Bereitstellung ihres Bildmateriales für diesen Blog und meine Techniker Arbeit.


Mit freundlichen Grüßen


Christoph Landau


Email : landau-christoph@gmx.de
Handy: 0151 24284153

Hintergasse 4
64521 Wallerstädten
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Veröffentlicht am:
22.03.2014

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Kommentare:
9

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23.03.2014 10:49
Gäuagrarier
Sibi
Gäuboden/Bayern
14.02.2011 - #13214

56
Interessante Zusammenstellung! Macht bestimmt ne Menge Arbeit Informationen zu allen Verfahren zusammenzutragen und dann zu vergleichen!

23.03.2014 11:04
Stefan_S
Stefan
Mainleus
18.05.2008 - #4270

408
Sehr Informativ...

Zwar ein ganz schöner Schinken, aber das Lesen lohnt sich definitiv...

23.03.2014 17:35
KE-Agrarvideo
Klaus
Heinrichsthal
10.08.2012 - #16382

3.908
77
1
Wiedermal ein Artikel, in gewohnt kompetenter Weise, Christoph!

Ich freue mich das du auch unter meinen Bildern etwas passendes für deinen Blog gefunden hast!
Ich hoffe das du das Thema Landschaftspflege in deinem Betrieb weiter vertiefen und optimieren kannst und die Landwirte, sowie die Bevölkerung die Wertschätzung dieser Maßnahme zu verstehen wissen!

Egal ob FORST PROFI oder Mauch Häcksler, ich werde dir bei diesen Arbeiten in gewohnter Art und Weise mit meinen Kameras zur Verfügung stehen!

26.03.2014 08:54
Tob79
Tobias
Ditzingen
10.02.2014 - #18082

3.389
3
Gute geBlogt. Find ich sehr informativ und interessant was Du alles hier für uns zusammen getragen und getestet hast. Danke.

04.10.2014 23:50
Atlas 62
Karsten
Papenburg
08.03.2007 - #2732

41
Sehr guter Artikel. Ich selber arbeite bei der Kommune und wir machen noch viel mit der ausziehbaren Stocksäge/Hochentaster.Gehen dann die Straßen zu Fuß durch und schneiden dann auf Höhe. Ich selber komme recht hoch mit dem Teil da ich groß bin aber mein Kolege ist ne ganze Ecke kleiner und erreicht somit nicht die 4m Höhe. Sind jetzt auch angefangen mit Frontlader und Korb zu arbeiten da Stocksägen zu kurz geworden sind.Ist auch für den Anwender ne ganze Ecke angehmer zu arbeiten wie mit der ollen Stocksäge.Wat hasse ich die Schnittsasion. Die Wallheckenschere haben wir auch,finde das Arbeitsbild da gar nicht so schlimm.Bei den Kreissägen ist auch noch das Problem des festfressen an dickeren Ästen. Aja Schnittgut wird geschreddert und als Mulchmaterial für Garten usw verkauft.
Aber wenn man ehrlich ist kann man als Kommune gar nicht mehr alles so freischneiden das man mit den Großen Maschinen durchpasst da diese jedes Jahr größer werden. Da sollten auch mal die Hersteller drüber nachdenken,irgendwo ist mal Schluß.Bei uns oft unter der Telefonfreilandleitung......

12.10.2014 14:16
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

329
11
Danke für das Lob lieber Atlas 62


Leider hat mir die Zeit noch nicht gereicht ( Rübenfahren , Drillen , Landschaftspflege Arbeiten und Heckenschneiden ) dir früher zu Antworten .

Nun , es macht den Anschein ,dass ich mit meiner Techniker Arbeit und dem Blog hier , wohl offene Türen eingerannt habe. Es haben mich sehr viele Rückmeldungen via Telefon und email erreicht .

Schlussendlich haben diese Rückmeldungen/Fragen/Auftragsangebote dazu geführt ,dass wir in unseren Betrieb nun noch eine Waldheckenschere für den Frontlader angeschafft haben um dem Bedarf gerecht zu werden.

Noch ein paar Worte zur Maschinengröße in der Landwirtschaft : Da können manchmal die Landwirte aber auch nichts mehr dafür ,das die Geräte so groß sind .
Nehmen wir da mal die Feldhäcksler : Es lohnt sich nicht für die Hersteller extra für Deutschland extra einen Feldhäcksler zu konstruieren der die passenden Abmessung für die hiesigen Verhältnisse passt , der Markt für Feldhäcksler in Deutschland macht gerade einmal gut 10% des weltweiten Absatzes für Feldhäcksler aus . Also muss der Landwirt das kaufen ,was ihm die Industrie bietet.

Und dann wird es eben nichts mehr mit gerade mal 4,5 Metern Lichtraumprofilhöhe ..... Da kann den Landwirten auch kein Vorwurf gemacht werden .

Also für meine Region ist die Pflege und der Unterhalt von Feldrandgehölzen dem Anschein nach ein großes Thema , es hat uns sogar dazu veranlasst weiter in diesem Bereich zu investieren . Was aber auch ein Streitpunkt in Zukunft sein wird ,wer die Maßnahmen den am Ende bezahlt .

Das Beispiel das ich in meiner TA kalkuliert hatte , kostet etwa 14 000 ¤ für gut 950 Hektar Gemarkungsfläche ....

Und das ist schon eine Hausnummer ,angesichts leerer Haushaltskassen bei Bund ,Ländern und Kommunen ..... Und auch die Landwirte sind kaum bereit dafür Mittel aufzubringen . Auf der anderen Seite stellt sich dann aber die Frage , was sind den 14 000 ¤ im Vergleich zu einen ´krummen Abtankrohr , Überladeband etc. , pp, ?......

Also am Ende haben wir da noch viel Gesprächsbedarf ...

Lg C.Landau

17.10.2014 21:15
Atlas 62
Karsten
Papenburg
08.03.2007 - #2732

41
Moin,
ich mache den Landwirten da ja auch keinen Vorwurf.Arbeite selber ja noch nebenbei auf nen modernen Milchviehbetrieb.Wie gesagt die Höhen bei uns werden oft durch die Telefonleitungen vorgegeben. Mit Schwader ist son Teil schnell mal weg obwohl die seeehr flexibel und dehnbar sind.Sieht man immer wenn man beim Baumschnitt mal eine Tacke drauffallen lässt.
Ich bin diese Woche durch die Feldwege mit Arbeitskorb und Stocksäge gewesen. ( Fendt 718 mit Cargo Lader und Korb und Stihl HT101).Da komme ich auf gut 8-9m aufasthöhe.Das haben wir auch bei einigen Bäumen gemacht.Da sollt nu erstmal Ruhe sein für die nächsten Jahre.
Alles was an Kleinsträucher und Gestrüpp in die Fahrbahn wächst wird mit einen Gestrüppmulcher als Ausleger klein gemacht.Zur Zeit Dücker aber es kommt nen neues Mulag.Mit der Maschine kann man auch schon einiges an Platz machen. Nachteil ist halt das das doch ziemlich Randale macht wenn man da mal son kleinen Baum drin verschwinden lässt. Und wenn danach noch was hochsteht schneiden wir das eben nach mit der Motorsäge.
Mfg
Karsten

23.10.2014 21:25
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

329
11
@ Altlas 62 :

Naja , das mit dem Gestrüppmulcher , Hecken zu Pflegen ,das solltet ihr in Zukunft wohl besser lassen ...

Ist nicht Fachgerecht , gibt Haufenweise Astverletzungen und ist nicht gern von der BG gesehen wegen der Umherfliegenden Trümmerteile vom Mulcher .


Lg C.Landau

26.10.2014 19:40
Atlas 62
Karsten
Papenburg
08.03.2007 - #2732

41
Moin,
hauptsächlich machen wir mit dem Gestrüppmulcher die Strecken mit Brombeeren und sowas klein.Anders kommt man da nicht ordentlich durchoder hast du da ne gute Idee für wie man das klein hält.Die Straßen haben meist son Schneiderhytmus von 4-5 Jahre.Bei den Wallhecken kannst das natürlich nicht machen da die ja eh noch unter Schutz stehen usw.Da schneiden wir die Sträucher normal mit Kettensäge oder wenns zu fein wird mit Astschere von Hand zurück.
Mit den Astverletzungen sieht man auch bei der Hydraulischen Astschere auch immer,leider. Aber man wundert sich immer wieder wie gut die Pflanzen nach dem Schnitt wiederkommen und wachsen.
Und wegen der umherfliegenden Teile beim Gestrüppmulcher das ist wohl so.Deshalb nutzen wir das Teil auch meist nur an Straßen wo bald kein Verkehr kommt.Nicht das man dann ne Oma oder so vom Rad schiest oder Autoscheiben.
Mfg
Karsten







 


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