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kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089
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kälbchen | Blogs | Winterdiensteinsatz am Flughafen Frankfurt Winter 2012 / 2013


Artikel Winterdiensteinsatz am Flughafen Frankfurt
Winter 2012 / 2013


Hallo liebe Aie-User. Also endlich! Der Winter 2012/2013 ist nun vorbei und wie versprochen melde ich mich mal mit einem Blogartikel über das Winterdienstgeschehen am Flughafen Frankfurt bei euch zurück.
Über 500 Mitarbeiter haben in 3 Schichten dafür gesorgt, den Flughafen im Ernstfall schnee- und eisfrei zu halten.
Und der Winter 2012/2013 hat uns so richtig auf Trab gehalten. Schneefälle mit Schneehöhen über 25 Zentimeter, Eisregen und massive Schneeverwehungen….. Dieser Winter brachte sämtliche Plagen und Probleme über uns, die man sich nur vorstellen kann. Erst am 24. März konnten wir unsere letzte Streuschicht absolvieren!
Mensch, Material und Maschinen mussten an ihre Grenzen gehen und meist noch darüber hinaus.
Aber nicht nur das Wetter machte uns zu schaffen, auch eine Neuvergabe beim Personaldienstleister sorgte für einige Turbulenzen beim Winterdienst.
Denn statt wie bisher SEC und RS Service, organisiert jetzt APS die Personal-Bereitstellung für den Winterdienst am Flughafen.
Aber dazu später mehr.
Also viel zu berichten und zu schreiben, denn der Winter hielt uns in diesem Jahr bis Ostern auf Trapp!


Und so waren es auch keine beschaulichen 10 Einsätze wie im letzten Winter, sondern viel mehr. Naja - nach der 20. Alarmierung habe ich dann aufgehört, zu zählen. Hier gerade bin ich zum Schichtwechsel im FR 75 unterwegs. Die Kollegen der Tagschicht fahren gerade auf die Abstellposition Sierra 7 ein.
Eigentlich hatte ich meinen diesjährigen Blog schon Ende Februar fertig gestellt – eigentlich, doch dann hat mein Computer den Geist aufgeben und mein Blogartikel sowie all meine Bilddateien von diesem Winter waren weg.
Was nun? Da ich meinen Kollegen und euch versprochen hatte, dass ich mich nach diesem Winter wieder melden würde, musste eine Lösung her. Nun, ich machte aus meinem Problem eine Lösung und sprach meine Kollegen an.
Am Ende, stellten mir Carmen Noll und Matthias Flörsch ihre Bilder, die sie während des vergangenen Winters geschossen hatten, zur Verfügung und so wird es dieses Jahr keinen Blogartikel geben, der ausschließlich mit meinen Bildern bestückt ist. Somit werden auch die Bilder und Eindrücke meiner Kollegen in diesem Blog vermittelt werden.
Meine Bilder sind hauptsächlich beim überraschenden Wintereinbruch Mitte März entstanden.

Hauptaufgabe in diesem Winter für mich war die Brückenräumung im FR 68 mit unseren drei MF 8690 Multifunktions-Schleppern. Des Weiteren fuhr ich fast ausschließlich Streuer und Schneeschleuder.

Auftrag im Räumzug FR 68 war es, die Ostbrücke vom aufgeschobenen Schneewall des FR 81 und 66 auf der Ostbrücke und den Positionen im Norden des Flughafen auf LKWs zu verladen. Außerdem haben wir mit unseren Kehrbesen und Aufbaustreuern im Heck der MFs die Fahrstraßen auf dem Flughafen frei gehalten.
Der Rückfahrer KZU 77 wurde mit seinem Schneeschild im Frontanbau auch zur Positionsräumung eingesetzt.
Außerdem war noch ein Feststoff-Streuer mit vertreten, der die Rollbrücke Ost im Bedarfsfalle noch einmal abstreute.
Der Brückenstreuer ist hier im Bild zu sehen.

Hier noch ein Foto von der Warteposition des FR 68 auf V218 gegenüber des Lufthansa Heimatstützpunktes . Die im Bildvordergrund zu sehenden Schneehaufen wurden dann durch mich und meine Kollegen des FR 68 verladen. Leider ging dies nicht problemlos von Statten.

Hier sieht man recht gut am Ende des Auswurfrohres unser Problem: Die Schneefräsen der Firma Kahlbacher verfügten über eine zu geringe Wurfleistung für unseren feuchten Pappschnee und auch die Ausformung und Dimensionierung des Auswurfschachtes haben gerade beim KZU 65 Verstopfungen regelrecht provoziert. Also durften wir mehr als einmal in diesem Jahr den Auswurfschacht unserer Fräsen frei wühlen.
Generell haben wir im Rhein- Main Gebiet unter dem Problem zu leiden das es bei uns bei Schnellfall meist noch zu warm ist um einen guten kristallinen Pulverschnee bei der Räumung vorzufinden. Dazu müsste die Temperatur bei Schneefall unter minus 5C° liegen.
Besonders gut kommt das, wenn dich dein Chef mit einem Fernsehteam besucht und dann die Kiste mal wieder so richtig dicht hockt - dieses Schicksal hat uns diesen Winter getroffen. Wobei es nicht mein KZU 64 war, der verstopfte.
Der KZU 65 und der Rückfahrer KZU 77 verfügten über ein verlängertes Auswurfrohr und wurden meist zusammen mit dem Fliegl Abschiebe-Sattelauflieger der Firma Predigkeit eingesetzt.


Aber unser Chef, erkannte das Problem recht schnell und bestellte noch im Dezember 2012 eine weitere Oskosh Schneeschleuder. Diese wurde gleich ab Werk mit einem Verladekamin ausgestattet und schon im Januar 2013 stand diese Maschine bei IFM in der Halle.
Das einzige, was uns nun noch zum Ersteinsatz dieser Maschine in diesem Winter fehlte, ist die entsprechende Fahrerschulung für diese Fräse. Aber im Winter 2013/14 werden wir sicherlich mit der neuen Oskosh ins Geschehen eingreifen können.

Aber ich hatte euch bereits angekündigt, dass es in diesem Winter nicht nur Bilder von mir zu sehen geben wird. Hier ist das erste Gastbild von Carmen Noll. Sie ist hier Anfang Dezember mit dem FR 66 auf der neuen Nordwest Landebahn unterwegs.
Mit ihr hatte ich meine erste Fahrerschulung bei IFM absolviert und auch in diesem Jahr machten wir unsere Stufe 2 Schulung (KBG; alle Streuer und Schneeschleudern) mit einander bei IFM.
Carmen fuhr in diesem Winter hauptsächlich KBG und Streuer und war meist dem FR 66 zugeteilt.

Auftrag des FR 66 war es in diesem Winter, die neue Nordwest Landebahn sowie die DeIcing Pads vor der 18 West Start und Landebahn eisfrei zu halten. Außerdem räumt der FR 66 einen Teil des Rollweges November, der vor dem Terminal 1 und 2 verläuft.
Bereitstellungsplatz des FR 66 war die Rollbrücke West, die über die A3 verläuft. Wer im Winter schon einmal über die A3 am Flughafen gefahren ist, hat uns bestimmt schon im Einsatz gesehen.

Eine besondere Verbesserung und Ideenlösung hat IFM mit der Anfertigung eines Taschenbuches über die Bedienung der wichtigsten Winterdienstgeräte am Flughafen Frankfurt umgesetzt.
So kann jeder Fahrer noch einmal vor Einsatzbeginn die wichtigsten Funktionen seines zugewiesenen Fahrzeuges rekapitulieren.
Dies ist sehr wichtig, da viele Kollegen, wie zum Beispiel ich, bestimmte Maschinen - wie der hier im Bild gezeigten CJS - gerade einmal pro Saison fahren. Und da kann man schon mal die Bedienung und Funktion der Maschine verlernen.
Da tut es schon gut, wenn man mal schnell die Bedienung der Maschine in diesem Buch nachschlagen kann.


Aber bevor es ans Schneeverladen geht, muss man erstmal Räumen. Hier im Bild fahre ich gerade im FR 75 zum Räumeinsatz für die Abrollwege. Gerade haben wir das Kommando erhalten, uns einsatzbereit zu machen.
Auf der rechten Seite macht sich der FR 77 schon auf zum Räumeinsatz.

Und auf geht’s zum Räumen und Streuen der Rollwege auf den Centerbahnen. Jetzt gilt es! Im Normalfall und bei laufendem Flugbetrieb werden uns von der Rampe für diese Aufgabe 30 Minuten Zeit eingeräumt.

Und immer schön dicht aufschließen. Dieses Jahr hatten wir mehr als genügend Schnee und Eis vor dem Schild liegen. Daher wurde von jedem Fahrer ein Höchstmaß an Konzentration gefordert, um die Fahrzeuge unter Kontrolle zu halten.

Begleitet haben uns zwei Traktoren der Gärtnerei, denen wir den Weg zu den Bodenradar-Anlage sowie den Systemen der Instrumenten-Landeanlage vorbereitet haben.
Jeder Flughafen der Welt verfügt über ein Bodenradar und eine sogenannten Instrumenten-Landeanlage. Und auch diese Anlagen müssen eisfrei gehalten werden. Gerade der Instrumenten-Landeanflug mit seiner Beton Referenzfläche muss zu jederzeit eisfrei gehalten werden. Jede dickere Eis- und Schneeauflage auf der Kalibrierungsfläche würde zu einer Verfälschung der Mess- und Referenzdaten führen.
Dies würde die Sicherheit der landenden Flugzeuge gefährden.
Aufgabe der Gärtnerei ist es daher, alle Radar- und Instrumenten-Landeanlagen sowie deren Zufahrtswege schnee- und eisfrei zu halten und das Pico Bello!!
Wegen der oben aufgeführten Problematik der Messwert-Verfälschung muss die Gärtnerei die Messflächen der Landanlage regelrecht polieren.
Deshalb rücken die Kollegen mit zwei Traktoren aus, um den Auftrag auszuführen. Der eine räumt und putzt mit seinen Besen und Schild die Referenzfläche und der andere streut und räumt die Zufahrtswege zu den Anlagen.

Was wir bei unserem Einsatz im März an Schnee vorm Schild liegen hatten, ging echt nicht mehr auf eine Kuhhaut. Der DWD konnte bei uns eine maximale Schneehöhe von 25 Zentimeter ermitteln oder anders gesagt: so hoch, wie bei uns der Schnee lag, so tief kann mancher Landwirt nicht pflügen.

So ist es nicht verwunderlich, dass unsere Mercedes Actros mit ihren 4 Meter breiten Schneeschildern trotz ihrer 400PS starken Motorisierung recht schnell an ihre Grenzen kamen. Mehr als 10-15 km/h Räumgeschwindigkeit waren nicht drin.

So legten wir der Schneeschleuder im FR 75 und den Positionsladern der Firma Predigkeit einen gut 1,5 Meter hohen Schneewall hin.

So kamen die Radlader und LKWs von Priedigkeit, Gärtner sowie den anderen Fuhrunternehmern richtig unter Druck, um mit den Schneemassen fertig zu werden. Hier im Bild sieht man die Schneeverladung auf den November Positionen.

Mittwoch, 13. März morgens um 2 Uhr: endlich mal eine Pause und Schichtwechsel. Meinen Dienst hatte ich am vorherigen Tag um 16 Uhr begonnen. Nach 12 Stunden Räumen nonstop waren nicht nur bei den Maschinen die Dieseltanks leer. Auch wir Fahrer hatten unsere Akkus leer gefahren. Keiner hätte damit gerechnet, dass es im März noch mal einen Wintereinbruch geben würde.

So ging es dann in der darauf folgenden Nacht für mich im FR 77 weiter als Fahrer des XXL-Streuer K1K 0075, der hier hinter dem K1K 0056 auf seinen neuen Fahrer wartet.
Diese beiden Monster mit ihren jeweils über 30 Meter breiten Streuauslegern sind für die Eisbekämpfung auf den Centerbahnen und der 18 West zuständig.
Dafür haben beide über 20 Tonnen flüssiges Streumittel an Bord.

Über 30 Meter Arbeitsbreite erfordern ein Höchstmaß an Konzentration und sind ziemlich schwer auf ein Foto zu bekommen.
Der Streuer verfügt über 5 Streuteller, die sich einzeln zu- und abschalten lassen.

Wo hingegen der Schmidt XXL-Streuer nur über 4 Streuteller verfügt. Dafür hat der Schmidt XXL-Streuer - bedingt durch die leichtere und kompaktere Gestängeausführung - etwa 4000 Liter mehr Taumittel an Bord als der Küpper Weiser XXL-Streuer.

Wobei die Spätschicht mit dem KLK 0075 schon knappe 3000 der maximal zu ladenden 20000 Liter Streumittel verbraucht hatte. Aber für die Nachtschicht bis morgens um 9 Uhr reicht das noch.
Hier sieht man auch das Bedienpult des Streuers recht gut. Mit dem Joystick werden die Klappung und die Menü-Unterpunkte des Streuers gesteuert.
Der Streuer ist mit einer Telemetrie-Datenübertragung und einer GPS-Streumengenermittlung ausgestattet. So kann man in der Winterdienst-Einsatzzentrale sofort sehen und dokumentieren, wie viel Taumittel ausgebracht wurde.
Diese Daten werden gespeichert, um die Maßnahmen gegenüber dritten belegen zu können.

Donnerstag, 14. März nachts um 1 Uhr: auf geht’s im FR 77 zum Räumen der Rollwege bei minus 6 Grad. Am Samstag zuvor hatte ich in meinem Betrieb noch bei 18 Grad plus in der Sonne Hafer gesät!

Noch einmal die Funktionen der Streuteller überprüfen und schon kann es losgehen. Man sieht auf dem Bild gut, wie weit der Streuarm des XXL-Streuers reicht und wie massiv der Ausleger sein muss, um der Belastungen stand zu halten. Denn anders als bei einem Schleppschlauch-Gestänge oder einem Spritzbalken einer Pflanzenschutzspritze fahren wir mit bis zu 40 km/h über die Start- und Landebahnen anstatt der in der Landwirtschaft üblichen 8-12 km/h.
Da ist es nicht verwunderlich, dass Küpper Weißer nicht an Material für die Streuausleger gespart hat.

So, die Rampe und der Tower hatten uns in dieser Nacht bis 4:30 Uhr Zeit gegeben, Centerbahnen und Abrollwege zu räumen. Bislang hatten die Tagschichten nur die Startbahnen und wichtigsten Abrollwege frei gehalten.
Wir mussten allerdings alle Abrollwege von Schnee und Eis befreien. Also viel zu Tun für diese Nacht.

Gerade unsere Oskosh Schneefräse bekam diese Nacht auf den Abrollwegen ordentlich Futter vor die Schleuder und bei einer Schneehöhe von über 1,00 Meter konnte sie zeigen, was in ihr steckt.
Und sie schlug sich recht wacker. Immer wieder imposant ist ihre Wurfweite, die sie mit einer ordentlichen Menge Schnee vor der Schleuder erreichen kann.
Über 20 Meter weit kann die Oskosh den Schnee werfen. Beeindruckend!!!

Und so ging es mit nur 20 km/h über die Abrollwege. Trotzdem hatten wir unseren Auftrag pünktlich um 4:30 Uhr beendet.
Dabei hatte die Oskosh eine komplette Dieselfüllung verbraucht und unsere beiden XXL-Streuer verbrauchten knappe 20 Tonnen Streumittel bei einer Ausbringmenge von 250 Kilogramm je Hektar ( 25g/m²).

Statt bisher nur flüssiger Ameisensäure, wurde in diesem Jahr auch ein festes Streumittel ausgebracht. Hierfür standen insgesamt 6 Streufahrzeuge mit Behältervolumen von 1,5 bis zu 8 m³ zur Verfügung.
Der hier im Bild gezeigte KlK 165 ist einer der zwei Großraum-Streuer mit 8m³ Ladevolumen für festes Streugut sowie 3500 Liter flüssiges Streumittel, der für diese Aufgabe zur Verfügung stand. Er kann maximal 24 Meter breit streuen.

Und das ist unser fester Streustoff: Sodium Formate. Sehr gut wirksam bei extrem kalten Temperaturen und sehr gut am Boden haftend.
Allerdings auch sehr stark hygroskopisch (Wasser anziehend). Daher bereitete uns das Streugut Probleme, wenn es länger als 24 Stunden unbewegt in den Streuern liegen blieb. Dann bildete es Brücken und Brocken im Behälter, die die Streugutaustragung extrem behinderte.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als das Streugut nach jeder Schicht aus den Behältern heraus zu lassen, um die Brückenbildung und Schneckenblockaden zu vermeiden. Hier im Bild der KLK0150, unser sogenannter Notfall-Streuer. Dieses Jahr kam er bedingt durch die sehr guten Erfahrungen mit dem Soduim Formate nicht nur im Notfall, sondern regelmäßig zum Einsatz.

Für die Befüllung der Feststoff-Streuer haben wir drei Merlo Teleskoplader, einer von ihnen ist hier gerade im Verladeeinsatz. Wie ihr sehen könnt, geht es hier recht eng zu.
Ach ja, bedingt durch die Sicherheitsvorgaben im Luftverkehr, die auch für den Winterdienst auf der Luftseite des Flughafens Frankfurt (so lautet die amtlich richtige Bezeichnung unserer Arbeit) Anwendung findet, dürfen wir ja keine Messer und Klingen, die länger als 6 Zentimeter sind, mit uns und auf den Fahrzeugen mitführen.
Wie öffnet man nun einen Big Bag, wenn man kein Messer benutzen darf? Ganz einfach:
unsere Streuer haben ein spitzes Dreieck, welches in der Mitte des Behälters angebracht ist und bei Kontakt den Big Bag aufreißt.
An und für sich eine sehr gute Idee. Keiner muss beim Befüllen auf oder in dem Behälter herum turnen.

Ja, wie kriegt man einen kompletten Räumzug mit 15 Kehrblasgeräten, zwei Streuern, einer Schneefräse und den zwei Einsatzleiterfahrzeugen auf ein Bild?
Gar nicht! Es ist unmöglich, den über 450 Meter langen Räumzug auf nur ein Bild zu bannen.
Hier rollt wieder einmal der FR 75 zum Schichtwechsel an.
Was man aber gut sehen kann, ist der Größenunterschied zwischen unseren Räumfahrzeugen und einem Flugzeug.
Im Vergleich zum hier im Bildvordergrund stehenden Lufthansa Flugzeug wirken unsere Räumfahrzeuge wie kleine fleißige Ameisen.

Und wenn mal wieder keine Zeit für ne Essenspause ist, dann kommt halt das Essen zu uns. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber dem letzten Winter, dass wir die mobile Suppen- und Verpflegungsküche des BVD (Boden-Verkehrs-Dienst) mitnutzen können. So geht keine wertvolle Zeit im Räumeinsatz wegen des Transfers zur Kantine verloren.
Wenn der Wagen aufs Vorfeld kommt, um uns zu verpflegen, hat man die Wahl zwischen einer Suppe, Tee, Kaffee oder Mineralwasser

Bereitmachen im FR 66. Ich hatte diesen Winter des Öfteren das Vergnügen mit der Schneeschleuder KWF/KLK501 - eines der ältesten Einsatzfahrzeuge, das wir auf dem Flughafen haben. Aber eines verbindet mich jetzt schon mit der Maschine: wir haben beide im selben Jahr das Licht der Welt erblickt - nämlich 1988. Also ist die Schneeschleuder - genauso wie ich- 24 Jahre alt.

Teilsynchronisiertes Getriebe, Doppel H-Schaltung und noch ein richtiges Armaturenbrett für die Bedienung der Schleuder - auf diesem LKW lernt man richtig LKW-Fahren. Aber wenn man mal den Bogen raus hatte und die Funktion des Wandlers verstanden hat (ist vergleichbar mit der Arbeitsweise einer Turbokupplung), dann macht auch das Fahren mit der alten Schleuder Spaß.

Ach ja, eine leichtgängige Servolenkung sucht man auf der alten Schleuder auch vergebens. Daher muss der Fahrer der Schneeschleuder die fehlende Hydraulikleistung durch pure Muskelkraft kompensieren. Nicht umsonst haben wir den alten Schneeschleudern den Spitznamen „Muckiebude“ gegeben.

Zum Vergleich das geradezu winzige Lenkrad im KlK 0075 (der XXL-Streuer). Mittlerweile hat IFM alle Fahrzeuge mit solch einer praktischen einlaminierten Kurzbedienungsanleitung versehen.
Bloß schade, dass diese Zettel so schnell Füße kriegen………………………..

So jetzt noch einmal der KLK501 mit seinem Schleuderrad von vorne. Gerade bei nassem, schwerem Schnee arbeitet die Schleuder besser und problemloser als die Schneefräsen. Daher hoffe ich dass die Fraport AG ihre Schneeschleudern noch viele Jahre behalten wird.

Ja liebe Aie-User, wie schon im Vorwort angesprochen, gab es in diesem Winter eine Umstrukturierung bei der Personalbereitstellung. Statt wie bisher RS Service aus Mainz und SEC aus Wiesbaden, die in einer Arbeitsgemeinschaft den Personaleinsatz organisierten, hat nun APS, ein Tochterunternehmen der Fraport AG, den Personaleinsatz. Aber wie kam es dazu?
Nun bislang hatte RS Service und SEC die Mitarbeiter für den Winterdienst gestellt. RS Service bot dabei den meisten Kollegen, die wie ich einen landwirtschaftlichen Betrieb hatten, die Möglichkeit, auf Rechnungsbasis zu arbeiten - sprich die Kollegen stellten nach dem Winter eine Rechnung über ihre geleisteten Einsatzstunden zu einem festgesetzten Stundensatz.
Doch darin sah die Unternehmensleitung der Fraport AG eine Scheinselbständigkeit, denn wir arbeiten ja im Gegensatz zu anderen Unternehmern auf dem Flughafen nicht autark und eigenständig, sondern haben ja Einsatzleiter und arbeiten daher auf direkte Anweisung.
Nach Meinung der Fraport AG stellt der Winterdienst keine eigenständige unternehmerische Fahrertätigkeit dar, sondern eine klassische Arbeitnehmerüberlassung.
So mussten sich diese Kollegen bei SEC (die über eine Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung verfügt) anstellen lassen und das zu weit schlechteren Lohnkonditionen.
Nun wer sich Bereich des landwirtschaftlichen Unternehmensmanagements auskennt, weis aber auch, welche weiteren Nachteile sich für die Berufskollegen ergibt: wir müssen ja auch den Arbeitnehmer-Anteil bei den Sozialabgaben bezahlen. Leider haben wir durch die Zwangsversicherung in der landwirtschaftlichen Alterskasse nichts von unseren geleisteten Sozialabgaben.
Dadurch gingen uns schon im vorherigen Winter gute 20 % der alten und erfahrenen Fahrer für den Winterdienst verloren.
Des Weiteren gab es aber bei SEC auch noch massive Probleme bei der Lohnabrechnung und der Personaleinteilung. So kam es dazu, dass einige Kollegen, darunter auch ich, auf ihren Lohn aus dem Winter 2011/2012 bis zum September 2012 warten mussten.
Außerdem kam es bei SEC dazu, dass einige Kollegen im vergangenen Winter für 2 Schichten an einem Tag eingeteilt wurden. Unter anderen diese Punkte führten bei Fraport dazu, den Vertrag zur Personalbereitstellung mit SEC und RS Service zum 1. Mai 2012 zu kündigen und den Winterdienst an APS zu vergeben.
APS war gegenüber uns nur bereit, maximal 14,88¤ brutto pro Stunde zu bezahlen. Da war es nicht verwunderlich, dass gerade unsere Kollegen, die aus größeren Entfernungen zum Winterdienst angereist kamen, nun kein Interesse mehr an dieser Tätigkeit hatten.
Am Ende waren nur noch ungefähr 50% (270 MA) der alten Fahrer von SEC und RS Service übrig, die sich in diesem Winter wieder für den Winterdienst auf der Luftseite des Flughafens engagieren wollten.

Und seitens IFM wurde die Forderung gestellt, für den Winterdienst auf der Luftseite mindestens 450 Mitarbeiter bereit zu stellen.
Also bekam APS ein riesiges Aufgabenpaket geschnürt, das es zu lösen galt. Das erste Problem, das man in dieser Saison hatte, war schon der späte Beginn der Fahrerschulungen.
Erst Mitte Juli begannen die Schulungen der Grundstufen 1 (KGB) und 2 (KBG+Streuer+Schleuder) für uns Fahrer und erst Ende Oktober konnten wir die Spezial-Schulungen für die Schneefräsen, Brückenschlepper (wie hier im Bild zu sehen) sowie all die anderen Spezialfahrzeuge absolvieren.
Da ist es nicht verwunderlich, dass es in diesem Winter einen latenten Notstand bei den Spezial-Maschinen-Führern gab, zumal der Wintereinbruch in dieser Saison bereits Ende November kam. Hier im konkreten Falle war ich der einzige verfügbare Schlepperfahrer für den FR 68 und konnte mir so meinen Schlepper aussuchen. An dieser Stelle muss IFM und APS noch Feilen.

Ja da war unser Schneehaufen noch schön klein im Februar. Heute, Ende März, ist der Haufen schon doppelt so groß. Kaum zu glauben, aber die Schnee-LKWs mussten im März von Dienstag bis Freitag nonstop mit über 80 LKWs durchfahren, um den Schnee vom Vorfeld und den Positionen zu bekommen.

Ja kaum zu glauben, dass dieses Bild aus Frankfurt stammt. Nicht in Kitzbühl oder in Liechtenstein entsteht dieses quasi Piste sondern am Frankfurter Flughafen. Wir haben uns schon überlegt ob wir nicht nach Dienstschluss einfach mal einen Skitour machen sollten.

Overaasen Oskosh beim Schneefräsen. Die Wurfleistung ist mehr als beeindruckend.

Dagegen mal der Auswurfstrahl vom KZU 77 von unserem Brückenzug. Um den Beton nicht zu beschädigen, fährt die Raupe auf einer dicken Schneeschicht. Um Platz zu sparen wird nach der Beendigung der Schneeabfuhr diese Fahrschicht weggefräst.

Der FR 75 unterwegs auf dem Rollweg November.

Meiner Meinung nach das beste Bild dieser Saison: der FR 75 auf dem Rückweg vom Lufthansa-Hangar zum Rollweg Sierra.

Schneeverladung in den Terminal-Höfen mit einer der drei Schmidt Supras. Die Supras verladen im Team den anfallenden Schneewall des FR 81 (Innenhöfe Terminal 1und 2, Ostbrücke, Rollwege). Im Bedarfsfall unterstützen wir vom FR 68 mit unseren drei Traktoren die Supras bei ihrem Einsatz.

Apropos Schlepper und Gastbilder: wie schon eingangs angesprochen, war ich einen Großteil meiner Zeit zusammen mit Mathias Flörsch unterwegs. Zusammen absolvierten wir beide bereits unsere Grundausbildung der Stufe 2 sowie die Stufe 5 Schulung für die Rollbrücke.
Hier sind wir beide gerade auf dem Weg zum Räumen der Rollbrücke Ost. Mathias und ich warteten hier nur noch auf das Go der Rampe zum Räumeinsatz
Aber an diesen Sonntag war der Einsatz im FR 68 nicht der einzige Job, den ich und Mathias an diesem Tag zu erledigen hatten.

Tja, unsere Schicht begann an diesem Sonntag um 8:30 Uhr und sollte um 18:30 enden, aber an diesem Tag war nichts normal!
Achilles Ferse des Winterdienstes war in diesem Winter der Schichtwechsel nach spätesten 11,5 Einsatzstunden. So wurde ein 3-Schicht-Model eingeführt statt des bisherigen 12 Stunden Model.
Nachteil: Man braucht mehr Leute pro Schicht und gerade in diesem Winter gab es noch massive Probleme in der Anreise zum Flughafen! So standen dann die Kolleginnen und Kollegen im Stau, weil so gut wie wir den Schnee am Flughafen im Griff hatten, so schlecht hatten die Autobahn- und Straßenmeistereien in diesem Winter die Lage unter Kontrolle.
Und so geschah es auch an diesem Sonntag. Um im FR 66 die Spätschicht ausrücken lassen zu können, besetzte ich und Mathias jeweils ein Schmidt CJS.
Zusammen ging es dann für uns Beide auf den Rollweg Mike zum Reste Wegräumen. Leider hatten die Kollegen von der Tagschicht einige Rollwege wieder mit Schnee verschmutzt.
Diesen Schnee galt es zu entfernen.
Um 21 Uhr wurden wir dann endlich von den Kollegen der Spätschicht abgelöst. Ein langer und ereignisreicher Tag neigte sich nun endlich seinem Ende entgegen.
Mittlerweile hat man das Problem mit der Anreise zur Schicht so gelöst, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht nur ihre Schichtzeiten bezahlt bekommen, sondern direkt ab dem ersten Anstechen bei IFM bezahlt werden.

Wieder ein Bild von Mathias. Hier ist er gerade beim großen Eisregen im Januar mit dem FR 77 in der Nachtschicht auf dem Weg zum Räumen der Centerbahnen und der 18 West. Ich war in dieser Nacht mit zwei anderen Kollegen im FR 68 unterwegs.
Eisregen!!!! Das ist das absolut Schlimmste, was es gibt! Die Räumung der Bahnen stellte das geringste Problem dar.
Was aber richtig Ärger machte, war die Tatsache, dass die Flugzeuge schneller wieder vereisten als sie enteist werden konnten! Wieder musste der Flughafen zeitweise geschlossen werden.

Enteisen - das ist das Nadelöhr im Winter-Flugbetrieb. Durchschnittlich 30 bis 50 Minuten werden für eine Flugzeugenteisung benötigt. Kaum verwunderlich, dass es da bei bis zu 1200 Starts und Landungen zu Staus und Verspätungen kommen kann. Hier hat Mathias einen A380 Airbus auf dem Weg zur Enteisung fotografiert. Wie man gut sieht, ist der A 380 nicht der einzige, der auf seine Enteisung wartet.
Dieses Bild ist am Rosenmontag entstanden. Bereits am schmutzigen Donnerstag hatte es begonnen, zu schneien und die Schneeschauer hörten erst Sonntag wieder auf. Hier holen wir gerade nach diesem anstrengenden Wochenende die Küpper-Weiser Streuer vom FR 66 und 81 von der Warteposition Papa 1 auf der Rollbrücke West.

Ziel unseres kleinen Steuer-Umzuges war der Abstellkeller unter dem IFM-Gebäude. Da die Streuer ja mit Ameisensäure beladen sind, lassen wir sie nur äußerst ungern irgendwo alleine stehen.
Zu groß wäre die Gefahr, dass sich jemand unbefugt an den Streuern zu schaffen macht und das Streumittel auslaufen könnte.
Solange wir uns aber im Wintereinsatz befinden, kommen die Streuer nur zum Streugut- und Diesel-Tanken zurück zum IFM-Gebäude. Die sechs Küpper-Weiser Steuer sind sozusagen unsere Hauptmaschinen bei der Glättebekämpfung. Sehr zuverlässig, einfach in der Bedienung und sehr gut im Handling und Fahrverhalten.
Sie haben ein Tankvolumen von 13000 Liter und eine Streubreite von 21 Metern.

So, endlich nach 60 Seiten ist nun auch dieser Winter abgehandelt. Aber nach über 450 Einsatz- und Bereitschaftsstunden, einer Rekordschneemenge von 26 Zentimetern im März, extremen Eisregen und der Umstrukturierung des Winterdienstes gab es eben viel zu berichten.
Ich hoffe, dass ihr euch in der Zwischenzeit nicht gelangweilt habt.
Mir hat es in diesem Winter wieder sehr viel Spaß gemacht, mit dem Team der Betriebsleiter/Einsatzleiter und meinen Kollegen in den Räumzügen die Hürden und Widrigkeiten dieses Winters zu meistern.
Sicher, es war nicht immer einfach, aber wir haben das Beste aus den Situationen gemacht. Mein Dank und meine Hochachtung geht an alle Kollegen von APS und IFM, die mit mir zusammen in diesem Winter gearbeitet haben.
Ich hoffe, dass ich mit ihnen wieder im nächsten Winter arbeiten darf und wenn ihr wollt, dann werde ich euch auch nach der Saison 2013/2014 über den Winterdienst informieren.

Besonderer Dank geht auch noch mal an meine Kollegen Mathias Flörsch und Carmen Noll die mir ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben.
Ansonsten wäre dieser Blog wohl ins Wasser gefallen. An dieser Stelle noch einmal mein herzlichster Dank.

Bilder :
Christoph Landau , Mathias Flörsch und Carmen Noll.


Text:
Christoph Landau
Hintergasse 4
64521 Wallerstädten
Email: landau-christoph@gmx.de
Telefon : 0151 24284153
Statistik
Veröffentlicht am:
18.06.2013

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Kommentare:
27

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18.06.2013 08:16
Spargel
Marcus
Gräfenhausen
11.08.2008 - #4654

3.597
8
1

Zitat:

so gut wie wir den Schnee am Flughafen im Griff hatten, so schlecht hatten die Autobahn- und Straßenmeistereien in diesem Winter die Lage unter Kontrolle.


HA! Quatsch! Ich wollte am 6. Februar nach Berlin. 3 Troppen schnee und schon wurden alle Inlandsflüge gecancelt!

Und das mit dem Personalmangel kann ich bestätigen. Kenne 3 Leute aus meinem näheren Umkreis die Winterdienst machen.
Einen sogar direkt von mir angeworben!

Aber guter Beitrag, da steckt Arbeit drinn!

P.S: bitte noch einmal die Abkürzungen erklären!

18.06.2013 12:34
Anbauhäcksler
Marcus
Dobra
05.09.2011 - #14472

769
Es war zwar viel zu lesen, aber desto interessanter war es auch! Top Blog gefällt mir wirklich sehr sehr gut!

Mfg

18.06.2013 17:09
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Spargel und Anbauhäcksler :

Vielen Dank für euer Lob . Und mit den Abkürzungen erklär ich mal soweit :

KBG= Kehr-Blas-Gerät , Die LKWs mit den Schneeschildern zum Bahnräumen
KZU= Bezeichnung , Codierung für einen Traktor
KLK = Bezeichnung für einen großen LKW
KWF = Bezeichnung für eine Schneeschleuder
FR = Name unserer Räumzüge im Funkverkehr bzw Rollverkehr
PAPA = Ist eine Park Position für Flughafen Equipments
IFM = Infrastruktur und Flächenmanagement des Flughafens
V = Victor ist eine Be und Entladeposition für die Flugzeuge .

So das mal in kürze , ich hoffe das ich noch alle Begriffe richtig im Kopf hatte. Aber notfalls kann ja nochmal meinen Chefs auf deine Fragen ansprechen . Vielleicht bekommen wir sogar eine Antwort von ihm.
Naja und mit den gestrichenen Flügen : Täusch dich da mal nicht !
Klaro in Frankfurt hatten wir nur drei Tropfen ! Aber was ist mit Berlin ?? Ein Flugzeug darf eigentlich erst in die Luft gehen wenn Start und Landung gesichert sind. Und dann können wir in Frankfurt noch so gut die Bahnen polieren wenn anderswo der WD nicht hinterher kommt.
Lg C.Landau

18.06.2013 20:30
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Mattie : Falsch !!

Die Schleuder ist diese Saison schon gelaufen da sie ja Baugleich mit den Schleudern der Räumzüge FR 66 und FR 77 sind , haben halt die ausgebildeten Fahrer aus diesen Zügen die Fräse bedient. Nur wir " Stammfahrer " von FR 68 hatten noch nicht die Möglichkeit die entsprechende Schulung zu machen.

Lg c.Landau

18.06.2013 20:49
Spargel
Marcus
Gräfenhausen
11.08.2008 - #4654

3.597
8
1
Glaubst du den drittgrößten Flughafen Europas interessieren die paar Euro für ne Schneefräse?!?

Der Laden muss laufen! Nur das Zählt. Im Normalbetrieb alle 2 minuten ein Flugzeug. Was meinst du was es kostet die Umzuleiten oder am Boden zu lassen nur weil irgendwo SCHNEE liegt!

18.06.2013 21:09
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
Jungs nochmal :

Die Fräse hatten wir diesen Winter schon in Betrieb blos war sie nicht unserem Zug zugeordnet was aber noch passieren soll.
Die Fräse ist halt so eingesetzt worden wo sie gebraucht wurde . Achja die Minute Flugverzögerung soll unbestätigten Quellen zufolge um die 20 000¤ kosten! Aber das kann ich nicht bestätigen .

Lg C.Landau

Lg C.Landau

18.06.2013 22:13
hawibau
Dennis
Stewwert
21.10.2007 - #3457

5.448
6
Suuuuper Artikel Kälbchen
Hat viel Spaß gemacht ihn zu lesen

19.06.2013 14:35
Morne
Moritz
Bonn
31.01.2010 - #9690

76
Sehr interessanter Blog!
Die SEC hat bei uns an der Uni auch mal Werbung gemacht und Flyer ausgelegt, hätte mich schon gereizt, ist aber definitv zu weit weg
Eine Frage hätte ich noch zur Alarmierung; geht das per Telefonkette oder habt ihr so Dinger wie bei der Feuerwehr? Oder werden Dienstpläne erstellt und ihr wartet am Flughafen auf den Schnee???

19.06.2013 15:26
Lanz

Tornesch
04.08.2005 - #162

1
Genau das ist der Sinn einer Bereitschaft!!!
Einsatz bei Bedarf....
Und wenn nicht benötigt bekommt man eine Pauschale.
Völlig normal und wird überall praktiziert.....
Grüße aus dem warmen Norden...

19.06.2013 15:47
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Morne :

Wenn es zu einer Alarmierung kommt ,dann ruft dich einer unserer Disponenten Persönlich an und aktiviert dich. Des weiteren haben wir reglmäßig emails mit der Wetterentwicklung bekommen. Da hast du schon grob gewusst und planen können wann es schneit .

@ Spargel :
Dein Tonfall an dieser Stelle gefällt mir nicht . Ganz klar wenn wir Fraport zu jeder Tageszeit im Ernstfall zur Verfügung stehen dann muss es dabei eine Gewisse finazielle Vergütung dabei herauspringen. Dabei ist es mehr als gerecht dass sich dieser Lohn an gewissen Standarts und Mindestlöhnen orientiert.
So wie du es ausdrücks entsteht der Eindruck als würde Geld verschwendet werden aber dem ist nicht so.
Aber wenn ich grade höre von wegen Studenten die ich kenne ................................................................................naja so mancher Stundet hat halt ein Weltverständnis das so weit reicht wie meine Kühe fliegen können .
Oder anders ausgedrückt : Wer bisher in seinem Leben von Papi und Mami alles in den hintern geschoben bekommen hat , der wird sowas wie Bereitschaftsgeld nicht verstehen können !

Lg C.Landau

Ps Ich bin STOLZ áuf meinen Hauptschulabschluss und dass ich was ordentliches gelernt habe im Gegensatz zu meinen alten SACK mit seinem Drecks ABI !!

19.06.2013 16:23
Andi1970
Andreas
Lautertal
21.11.2007 - #3589

306
Ps Ich bin STOLZ áuf meinen Hauptschulabschluss und dass ich was ordentliches gelernt habe im Gegensatz zu meinen alten SACK mit seinem Drecks ABI !![/quote]


Kann ich nur zustimmen

Gruß Andy

19.06.2013 16:44
Philipp93
Philipp
Beckum
20.03.2013 - #17219

30

Zitat:


Ps Ich bin STOLZ áuf meinen Hauptschulabschluss und dass ich was ordentliches gelernt habe im Gegensatz zu meinen alten SACK mit seinem Drecks ABI !!


Klingt hier grad so, als wäre n Abi nix wert. Ich möchte mal behaupten, dass auch Abiturienten/ Studenten (zähle ich selbst auch zu) nicht nur auf der faulen Haut liegen.
Ich meine, n Abi ist auch "was odentliches". Bin-nebenbei bemerkt- auch STOLZ auf mein Abi

19.06.2013 17:18
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Phillip:

Nee ging mir jetzt nur um die Weltanschauung mancher Menschen wobei ich auch einen studierten Traktoristen bei mir aufm Hof habe.
Probleme habe ich nur mit besagten Studenten die sich einen Ast ablachen nur weil man Bereitschaftsgeld bekommt .


Entschuldigung da geht mir der Gaul durch bei solchen Dummschwätzern !!! Es gibt bei uns in der Truppe viele die mit dem Job bei APS ihre Familie ernähren müssen........................................................

Ich hoffe das ich dich nicht beleidigt habe .

Lg C.Landau

19.06.2013 17:42
Philipp93
Philipp
Beckum
20.03.2013 - #17219

30

Zitat:

@ Phillip:

Nee ging mir jetzt nur um die Weltanschauung mancher Menschen wobei ich auch einen studierten Traktoristen bei mir aufm Hof habe.
Probleme habe ich nur mit besagten Studenten die sich einen Ast ablachen nur weil man Bereitschaftsgeld bekommt .


Entschuldigung da geht mir der Gaul durch bei solchen Dummschwätzern !!! Es gibt bei uns in der Truppe viele die mit dem Job bei APS ihre Familie ernähren müssen........................................................

Ich hoffe das ich dich nicht beleidigt habe .

Lg C.Landau

Gut gut. Ohne Bereitschaftsleute gehts nicht, das ist doch wohl ganz klar, oder? Und das es vernünftig bezahlt wird, hoffe ich auf jeden fall, sollte bei Nachtschichten und unregelmäßigen Arbeitszeiten wohl hoffentlich auch selbstverständlich sein.
Können uns ja auch überlegen. Die großen Vögel am Boden lassen bei Eis und Schnee, dann wirds lohntechnisch billiger, oder aber zusehen, dass die Dinger in die Luft kommen und den Menschen dankbar sein, die sich dafür die Nächte um die Ohren kloppen

19.06.2013 19:15
FB-Foto
Florian
Steinfurt
09.01.2009 - #5647

2.142
42
6

Zitat:

was uns nun noch


UNS = Unser Zug

nicht UNS = die gesamte Truppe

19.06.2013 20:20
FB-Foto
Florian
Steinfurt
09.01.2009 - #5647

2.142
42
6
Ging eigentlich absolut problemlos

20.06.2013 02:41
bigmichi1986
Michael
Schinkel
06.07.2009 - #7442

15
Super guter Artikel Christoph. Macht immer Spaß etwas von dir zu lesen. Ich freu mich schon auf den Bericht über den Winter 2013/14!

23.06.2013 16:59
KE-Agrarvideo
Klaus
Heinrichsthal
10.08.2012 - #16382

3.908
77
1
Klasse Blogartikel, Christoph!

Hervorragend geschrieben und ein paar Einsatzfotos dazu! Echt gut gemacht!

28.06.2013 17:32
[Inaktives Mitglied]
Aaaaaach herrlich
Einfach nur schade das sie den WD aufm Hahn eingestampft haben, zumindest den auf MR-Basis. Naja verständlich wenn Aeroflot und ACG abgesprungen sind. Jetzt läuft der nur noch mit internem Personal bzw. mit einer Vertragsfirma die nur noch die Hälfte des MR-Gehalt zahlt.

Aber die neue Øveraasen Fräse Ich liebe sie [3
Einen der MFs hatten wir auch mal als Vorführer aber mit angehängtem KBG, er hat kläglich versagt.
Ich würde so gerne wieder fahren nur leider lässt sich das mit dem Job nicht vereinbaren.
Nichts desto trotz ein schöner Artikel.

29.06.2013 11:23
Housei
Stefan
Kuchl Salzburg
22.01.2009 - #5842

Hab da eine Frage bezüglich Kahlbacher Fräskopf wurfweite wie viel Ps hat der Traktor an der front Zapfwelle

mit dem seiten auswurf wir die wurfweite ausreichent gewesen sein ?

29.06.2013 12:40
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Housie :

Laut Mf sollen an der Frontzapfwelle 300 PS anliegen . Einen Seitenauswurf haben wir nicht ,da wir den Schnee verladen sollen mit den Gespannen.
Hauptproblem ist halt in Frankfurt unser schöner Pappschnee , in Österreich und der Schweiz da habt ihr halt Temperaturen unter minus 5 Grad wo der Schnee fällt . Dadurch ist bei euch der Schnee schön kristallin ,leicht und gut Händelbar .
Unser Schnee Papp und klebt in allen Ecken und Enden .


Lg C.Landau

29.06.2013 16:12
schellniesel
Andreas
Pirching am traubenberg
25.06.2008 - #4442

20
1

Zitat:

Hauptproblem ist halt in Frankfurt unser schöner Pappschnee , in Österreich und der Schweiz da habt ihr halt Temperaturen unter minus 5 Grad wo der Schnee fällt . Dadurch ist bei euch der Schnee schön kristallin ,leicht und gut Händelbar .


Wie kommst den auf das??? Auch in gebirgslagen is es im winter nicht immer kalt genug das da ständig schöner pulver vom himmel kommt....

heuer haben wir ende märz schönsten schnefall bei plus 4 Grad gehabt.....

Und Schneefall bei Plusgraden is bestimmt nix außergewöhnliches....

29.06.2013 18:19
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Schnellniesel :


Ja gut ich denke es kommt halt auf die Mischung drauf an . Ich denke mal nicht das ihr wie wir hier nach jeden größeren Schneefall gleich die Fräsen auspackt und den Krembel gleich wegräumt.
Fest steht auf jeden Fall eines : Wenn du einen Schnee hast der bei mindesten minus 5 Grad gefallen ist, dann hast du leichtes Spiel mit der Fräse . Sowas kommt bei uns kaum vor, daher haben wir halt Pappschnee und damit beginnt der Spaß !


Lg C.Landau

29.06.2013 18:47
Reinhard
Reinhard
Wien
05.02.2010 - #9839

Erstmal finde ich dass es ein guter Artikel ist, man sieht dass dir die Arbeit Spass macht, sonst hättest dir die Arbeit mit dem Artikel nicht gemacht.

ABER: Ich finde es trotzdem immer lustig wenn du behauptest, dass ihr die schwierigsten Verhältnisse habt und diese meistens am besten von allen meistert. Zum Beispiel heute der matschige Schnee ist doch wieder so eine scheiß Ausrede. Wahrscheinlich warst noch nichtmal in Schwechat und trotzdem mal so eine Behauptung aufstellen. Find ich ehrlich gesagt traurig.
Und was mir nach einer kurzen Google-Recherche aufgefallen ist. Gleich beim ersten Kommentar von Spargel und den 6.Februar dieses Jahres findet man einige Artikel wo vom Schneechaos IN Frankfurt die Rede ist. Also nicht alles so blitzeblank und die Schuld auf andere Schieben. Wie oft das vorkommt, kann man dann noch nachlesen, wenn man bei der Suche das Februar weg lässt und nur 2013 eingibt.

Nicht böse gemeint, tolle Arbeit die Ihr da leistet. Aber die Fehler kann man sich ruhig auch mal selber eingestehen und muss nicht immer andere vorschieben.

29.06.2013 22:29
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
@ Ösi Farmer :

Grundsätzlich ist an deiner Aussage was dran.

Aber dazu kann ich nur eines Sagen : Feind hört mit!! Hmmmm wie finde ich jetzt nur die richtigen Worte damit sich meinen Kollegen und Chefs die hier mitlesen sich nicht auf die Füße getreten fühlen .....................................................

Nun beim Flughafen Winterdienst und der Flugzeugenteisung reden wir über 1400 Menschen die dafür arbeiten - ganz klar wo Menschen sind und arbeiten werden wohl immer wieder Fehler geschehen .

Bloß will ich auf der anderen Seite nicht meinen Kollegen, der Einsatzleitung oder Fraport irgendwelche Fehler hier in meinen Blog öffentlich unterstellen . Ich glaube das steht mir in keiner Weise zu !
Daher wenn etwas bei meinen Kollegen oder anderen nicht so gut lief dann wirst du es hier nicht finden weil du kannst im Internet auch mal ganz schnell jemanden an den Pranger stellen oder selbst an den Pranger gestellt werden.

Aber in den Zügen wo ich in diesem Winter im Einsatz war ,da lief es ,bis auf besagten Sonntag wo der hessische Rundfunk bei uns war denn kaum waren die bei uns verschwunden da hatte ich meinen Fräse zugefahren -also mal ne Viertelstunde Puhlen .
Ganz klar der Flughafen musste in diesen Winter mehrfach geschlossen werden aber was willst du denn machen wenn zum Beispiel die Enteisung einfach nicht mehr hinterher kommt oder deine Parkpositionen voll sind ?

Und ganz ehrlich bei uns hat der Chef nie gestanden und gesagt : Männer der Flughafen ist geschlossen weil ihr dieses oder jenes Verbockt habt !! .
Die andere Seite ist doch die , gerade im Bezug auf unsere Beladefräsen , hast du denn in der Landwirtschaft beim -zum Beispiel Strohpressen - nicht mal den einen oder anderen Scherbolzen an der Maschine durchgefeuert oder gar die Maschine zugefahren Gerade weil es mal wieder schnell gehen musste ......................................??
Bloß wenn du bei der Ernte einen Fehler machst dann kommentiert dass doch auch keiner öffentlich.
Mit den Schneefräsen bleibe ich dabei das wir einfach nicht das richtige Material zum Verladen haben er ist definitiv nass , schwer und durch die Räumzüge vorverdichtet also keine Idealbedingungen für keine Fräse der Welt.
Was meinst du warum wir die Oskosh mit weit über 1000 Ps Leistung bekommen haben ???

So ganz schön viel Text aber abschließend vielleicht dass :

1. Denke ich von mir dass ich nicht in der Position bin die Arbeit von mir oder meinen Kollegen hier öffentlich nach Fehlern zu bewerten.
2. Ist der WD nur ein kleines Zahnrad im großen Getriebe des Flughafen und bei Schnee kommen halt alle Zahnräder an ihre Grenzen .
3. Will ich auch in Zukunft mit meinen Kollegen, APS ,IFM und Fraport noch lange und erfolgreich zusammen arbeiten.

Sollte noch Gesprächsbedarf da sein , oben stehen meine Kontaktdaten unter dem Artikel Ruf mich doch mal an , Schreib mir ne Mail oder mach es ganz klassisch und schick mir ne Postkarte !
Du darfst mich aber auch gerne Besuchen . Ich stehe dir jederzeit persönlich Rede und Antwort .

Lg C.Landau

Ps:

Achja unter anderen am 17.01.2013 musste Wien Schwechat auch die Bahnen schließen wegen Schneechaos. Und das hab ich auch in einfacher Googel Suche gefunden !

Soviel noch dazu !

30.06.2013 11:25
Housei
Stefan
Kuchl Salzburg
22.01.2009 - #5842

[quote]@ Housie :

Laut Mf sollen an der Frontzapfwelle 300 PS anliegen . Einen Seitenauswurf haben wir nicht ,da wir den Schnee verladen sollen mit den Gespannen.
Hauptproblem ist halt in Frankfurt unser schöner Pappschnee , in Österreich und der Schweiz da habt ihr halt Temperaturen unter minus 5 Grad wo der Schnee fällt . Dadurch ist bei euch der Schnee schön kristallin ,leicht und gut Händelbar .
Unser Schnee Papp und klebt in allen Ecken und Enden .

Den Pappschnee gibs bei uns genauso aber mit der Wurfweite beim verladen haben wir keine propleme den bei uns hägngt (nur)
ein Unimog 1700 dran und ein Kräskopf vom Kahlbacher KFS 950 ist zwar unser reserve Fahrzeug

30.06.2013 19:10
kälbchen
christoph
64521 Wallerstädten
21.02.2010 - #10089

529
11
So an dieser Stelle möchte ich mich nochmal für eure Komentare und Lobe bedanken .

Mal schauen was der nächste Winter bringt. Abschließend noch der Link zur Dokumentation die der HR über den WD gedreht hat : http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=47565255&type=v&xtmc=schneealarm&xtcr=1


Lg C.Landau







 


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